Archiv der Kategorie: Raspbian

Raspberry Pi 3A+ und Raspbian 2018-11-Update

Die Raspberry Pi Foundation hat diese Woche sowohl Hardware- als auch Software-News geliefert: Ein neues Raspberry-Pi-Modell und ein Update für Raspbian.

  • Raspberry Pi 3A+: Dieses Raspberry-Pi-Modell bietet die gleiche Rechenleistung wie das Modell 3B+. Im Vergleich zum großen Bruder fehlen das halbe RAM (nur 512 MByte statt 1 GByte), die Ethernet-Schnittstelle sowie drei USB-Schnittstellen. Dafür ist die Platine ca. zwei cm kleiner und der Preis ein paar Euro günstiger. Aus meiner persönlichen Sicht ist das Modell 3A+ eher überflüssig: Wer einen »richtigen« Raspberry Pi haben will, kommt am Modell 3B+ momentan nicht vorbei. Wer dagegen ein kleines, möglichst energiesparendes Modell sucht, hat mit dem Modell Zero W/WH ein optimales Angebot. Die Zielgruppe für das Modell 3A+ ist für mich schwer erkennbar.

  • Raspbian November-Update: Raspbian hat mit dem aktuellen Update ein paar kosmetische Verbesserungen und ein paar kleinere Software-Updates erfahren. Die Desktop-Konfiguration hat sich ein wenig verbessert, und mit Thonny 3 steht eine neue Version der beliebten Python-IDE zur Verfügung. Die größte Verbesserung betrifft aber den Medienplayer VLC, der nun die Hardware-Unterstützung der CPU nutzen kann und als neuer Default-Video-Player gilt. Interessant ist, dass Raspbian für neu Installationen nun in drei Größen zur Auswahl steht: minimal (ohne Desktop), mittel (mit Desktop, aber mit eingeschränktem Software-Angebot) und komplette (Desktop plus die von der Raspberrry Pi Foundation empfohlenen Programme). Der Download-Umfang für die drei Varianten beträgt 0,35 bzw. 1,0 bzw. 1,8 GByte.

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Raspbian Update 2018-06

Seit Ende Juni 2018 steht eine neue Raspbian-Version mit ein paar kosmetischen Neuerungen zum Download zur Verfügung:

https://www.raspberrypi.org/downloads

Die Neuerungen

  • Ein Setup-Assistent, der nach dem ersten Start von Raspbian ausgeführt wird. Er hilft bei den Spracheinstellungen, bei der Einstellung des Passworts für den Benutzer pi und bei der WLAN-Konfiguration.
  • Zwei Paket-Manager: Mit Einstellungen/Recommended Software können Sie populäre Raspbian-Programme (de)installieren. Einstellungen / Add and Remove Software ist ein allgemeiner Paketmanager.

  • Der neue PDF-Viewer qpdfview ist ansehnlicher als das bisher verwendete Programm.

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Probleme mit spidev und Kernel 4.9.43

Während der Anpassungen des Buches an Raspbian Stretch mussten wir feststellen, dass die SPI-Kommunikation nicht wie gewohnt funktionierte. Seit der Kernelversion 4.9.43 kann mit folgender Zeile, nach Initialisierung der SPI-Schnittstelle, das Problem behoben werden: spi.max_speed_hz = 5000. Hierdurch wird die Taktfrequenz des Serialclock-Signals auf 5 kHz begrenzt. Die Ursache für diese notwendige Änderung ist uns auch noch nicht ganz klar. Möglicherweise wird dieses Problem mit einem späteren Update der spidev-Bibliothek behoben.

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Raspberry Pi 3B+

Seit ein paar Tagen gibt es ein neues Raspberry-Pi-Modell: Der Pi 3B+ sieht aus wie der 3B, ist aber etwas schneller (1,4 GHz), hat eine deutlich schnellere Ethernet-Anbindung (300 MBit/s) und ein teilweise schnelleres WLAN. Er unterstützt nun Bluetooth 4.2. Der Preis ist gleichgeblieben, der Stromverbrauch ist aber spürbar gestiegen.

Updates:

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Netzwerkverzeichnis automatisch einbinden

Sie haben in /etc/fstab eine Zeile zum Einbinden (»mounten«) eines Netzwerkverzeichnisses und es funktioniert nicht? Dann sollten Sie im Programm Raspberry Pi Configuration die Option Auf Netzwerk warten setzen. Andernfalls tritt oft ein timing-Problem auf. D.h., wenn /etc/fstab ausgewertet wird, ist die Netzwerkkonfiguration noch nicht abgeschlossen.

Wenn Sie ohne GUI arbeiten, richten Sie einfach die Datei /etc/systemd/system/dhcpcd.service.d/wait.conf mit dem folgenden Inhalt ein:

[Service]
ExecStart=
ExecStart=/usr/lib/dhcpcd5/dhcpcd -q -w 

Raspbian Stretch

Seit zwei Tagen steht Raspbian Stretch zum Download zur Verfügung, also die auf Debian 9 (»Stretch«) aktualisierte Version der Rasbperry-Pi-Distribution Raspbian. An der Oberfläche hat sich wenig verändert, Raspbian lässt sich wie bisher bedienen. Hinter den Kulissen haben sich ein paar Details verändert. Der Hauptvorteil von Raspbian Stretch besteht aber darin, dass viele Software-Versionen aktualisiert wurden. Vielleicht am wichtigsten: Der aktuelle Kernel 4.9 beseitigt eine Sicherheitslücke im WLAN-Treiber.

Updates 21.8.2017, 5.10.2017, 11.1.2018, 2.2.2018: diverse Ergänzungen.

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Bildschirmschoner richtig aktivieren

Nach zehn Minuten ohne Tastatur- und Mausaktivität aktiviert sich der Bildschirmschoner. Damit wird der Bildschirminhalt zwar schwarz, der Monitor läuft aber weiter. So macht der Bildschirmschoner aber wenig Sinn und führt im Gegenteil dazu, dass ein Monitor, der ein schwarzes Bild zeigt, unbeabsichtigt länger läuft als notwendig.

In der Vergangenheit lag das daran, dass Raspbian wegen eines fehlenden Treibers nicht in der Lage war, das HDMI-Signal richtig abzuschalten. Dieses Problem ist aber seit Herbst 2016 gelöst:

https://github.com/raspberrypi/linux/issues/487

Aufgrund von Kompatibilitätsbedenken mit einigen Programmen (z.B. omxplayer) ist das HDMI-Blanking aber weiterhin standardmäßig nicht aktiv. Und so verschwenden bis heute unzählige Monitore, die an den Raspberry Pi angeschlossen sind, oft unnötig Strom.

Dabei lässt sich das Problem in einer Minute lösen: Starten Sie mit root-Rechten einen Editor zur Bearbeitung der Datei /boot/config.txt (z.B. mit sudo leafpad /boot/config.txt) und fügen Sie am Ende der Datei eine Zeile hinzu:

# am Ende von /boot/config.txt
...
hdmi_blanking=1

Ein Neustart und nach 10 Minuten ohne Aktivität wird der Monitor wirklich abgeschaltet!

Raspbian auf einen USB-Stick installieren

Üblicherweise verwendet der Raspberry Pi eine SD-Karte als einzigen Datenspeicher: Die SD-Karte enthält sowohl das Betriebssystem (oft Raspbian) als auch Ihre eigenen Daten, z.B. mit dem Raspberry Pi erstellte Fotos, Messdaten etc. Optional kann ein USB-Stick als zusätzlicher Datenspeicher verwendet werden.

Abweichend von diesem Standardszenario besteht auch die Möglichkeit, Linux direkt auf einen USB-Stick zu installieren. Die SD-Karte wird weiterhin benötigt, weil Raspbian von dort die für den Boot-Prozess erforderlichen Dateien liest. Aber alle weiteren Linux-Dateien und -Programme werden in der Folge direkt vom USB-Stick gelesen. Anstelle eines USB-Sticks können Sie auch eine USB-Festplatte mit eigener Stromversorgung verwenden.

Vorsicht: Diese Anleitung richtet sich an fortgeschrittene Raspberry-Pi-Nutzer, die mit Linux schon einigermaßen fit sind.

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