Update der Adafruit-Code-Sammlung

Sicherlich sind Sie bei einigen Erweiterungsboards, Sensoren oder A/D-Wandlern über die umfangreiche Code-Sammlung von Adafruit gestolpert. Diese bietet für eine Vielzahl an Bauteilen sehr einfach zu handhabende Python-Bibliotheken an.

In den ersten drei Auflagen unseres Buches haben wir auch immer mal wieder auf diese Bibliotheken zurückgegriffen.

Vor einiger Zeit hat Adafruit jedoch die Sammlung aktualisiert und sie kann nicht mehr wie gehabt genutzt werden. Damals konnten Sie die gesamte GitHub-Repo https://github.com/adafruit/Adafruit-Raspberry-Pi-Python-Code auf Ihren Raspberry Pi klonen und dort die benötigten Dateien auswählen.

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Dropbox-Upload mit Python, API v2

Dieser Beitrag zeigt, wie Sie mit einem kleinen Python-Script Dateien vom Raspberry Pi in Ihr Dropbox-Konto hochladen. Die in der zweiten und dritten Auflage unseres Buchs beschriebene Vorgehensweise wird ab 28.6.2017 nicht mehr funktionieren, weil Dropbox voraussichtlich mit diesem Datum die alte API v1 deaktivieren wird. Ab dann muss die neue API v2 verwendet werden, die dieser Beitrag behandelt.

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Bildschirmschoner richtig aktivieren

Nach zehn Minuten ohne Tastatur- und Mausaktivität aktiviert sich der Bildschirmschoner. Damit wird der Bildschirminhalt zwar schwarz, der Monitor läuft aber weiter. So macht der Bildschirmschoner aber wenig Sinn und führt im Gegenteil dazu, dass ein Monitor, der ein schwarzes Bild zeigt, unbeabsichtigt länger läuft als notwendig.

In der Vergangenheit lag das daran, dass Raspbian wegen eines fehlenden Treibers nicht in der Lage war, das HDMI-Signal richtig abzuschalten. Dieses Problem ist aber seit Herbst 2016 gelöst:

https://github.com/raspberrypi/linux/issues/487

Aufgrund von Kompatibilitätsbedenken mit einigen Programmen (z.B. omxplayer) ist das HDMI-Blanking aber weiterhin standardmäßig nicht aktiv. Und so verschwenden bis heute unzählige Monitore, die an den Raspberry Pi angeschlossen sind, oft unnötig Strom.

Dabei lässt sich das Problem in einer Minute lösen: Starten Sie mit root-Rechten einen Editor zur Bearbeitung der Datei /boot/config.txt (z.B. mit sudo leafpad /boot/config.txt) und fügen Sie am Ende der Datei eine Zeile hinzu:

# am Ende von /boot/config.txt
...
hdmi_blanking=1

Ein Neustart und nach 10 Minuten ohne Aktivität wird der Monitor wirklich abgeschaltet!

Raspbian auf einen USB-Stick installieren

Üblicherweise verwendet der Raspberry Pi eine SD-Karte als einzigen Datenspeicher: Die SD-Karte enthält sowohl das Betriebssystem (oft Raspbian) als auch Ihre eigenen Daten, z.B. mit dem Raspberry Pi erstellte Fotos, Messdaten etc. Optional kann ein USB-Stick als zusätzlicher Datenspeicher verwendet werden.

Abweichend von diesem Standardszenario besteht auch die Möglichkeit, Linux direkt auf einen USB-Stick zu installieren. Die SD-Karte wird weiterhin benötigt, weil Raspbian von dort die für den Boot-Prozess erforderlichen Dateien liest. Aber alle weiteren Linux-Dateien und -Programme werden in der Folge direkt vom USB-Stick gelesen. Anstelle eines USB-Sticks können Sie auch eine USB-Festplatte mit eigener Stromversorgung verwenden.

Vorsicht: Diese Anleitung richtet sich an fortgeschrittene Raspberry-Pi-Nutzer, die mit Linux schon einigermaßen fit sind.

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WLAN schon vor der Inbetriebnahme konfigurieren

Mitunter ist es praktisch, wenn Sie einen Raspberry Pi auf Anhieb über das WLAN via SSH bedienen können. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, ohne angeschlossene Maus und Tastatur mit der Konfiguration zu beginnen — zumindest soweit, wie Sie dies via SSH im Textmodus durchführen können.

Dazu kopieren Sie das Raspbian- oder das Raspbian-Lite-Image wie üblich auf eine SD-Karte, z.B. mit dem Programm Etcher. Danach platzieren Sie (noch auf Ihrem PC) in der Boot-Partition der SD-Karte zwei Dateien:

  • Die leere Datei ssh bewirkt, dass SSH sofort aktiviert wird. (Bei aktuellen Raspbian-Versionen ist dies ja nicht mehr der Fall.)

  • Und die Datei wpa_supplicant.conf enthält die WLAN-Konfiguration. Sie wird beim ersten Start des Raspberry Pi in das Verzeichnis /etc/wpa_supplicant kopiert. Die Datei muss die Bezeichnung des WLANs (SSID) und dessen Passwort enthalten. Dabei gilt dieser Aufbau.

# Datei wpa_supplicant.conf in der Boot-Partition
network={
       ssid="wlan-bezeichnung"
       psk="passwort"
       key_mgmt=WPA-PSK
}

Sobald der Raspberry Pi hochgefahren ist, können Sie sich mit ssh pi@raspberrypi und dem Default-Passwort raspberry einloggen. Anschließend müssen Sie sofort mit sudo passwd pi ein neues Passwort für den Benutzer pi einrichten! Ein aktiver SSH-Server in Kombination mit dem Default-Passwort sind ein großes Sicherheitsrisiko!

Nicht mit NOOBS: Beachten Sie, dass diese Installationsvariante nicht mit NOOBS funktioniert. Sie müssen ein Raspbian-Image selbst auf die SD-Karte schreiben!

Quellen

Neuer Raspberry Pi Zero W verfügbar

Seit heute (28.02.17) gibt es ein neues Mitglied der Raspberry-Pi-Familie: Der Raspberry Pi Zero W

Nachdem im vorigen Jahr, dem RasPi Zero ein Kamera-Anschluss hinzugefügt wurde (ohne Namensänderung), zeigt der Zusatz W nun an, dass der neue Zero über ein W-LAN-/und Bluetooth-Modul verfügt.

Verbaut wurde der CYW43438 Chip, welcher auch im Raspberry Pi 3 zum Einsatz kommt. Damit verfügt der neue Zero W nun über 802.11 W-LAN und Bluetooth 4.0.

Weitere Änderungen gab es nicht.

Die wichtigsten Eckdaten den Raspberry Pi Zero W lesen sich nun also wie folgt:

  • 1GHz, single-core CPU
  • 512 MB RAM
  • Mini-HDMI port
  • Micro-USB OTG port
  • Micro-USB power
  • HAT-compatible 40-pin Header
  • Composite video and reset Headers
  • CSI camera connector
  • 802.11n wireless LAN
  • Bluetooth 4.0

Das neue Modell gibt es ab sofort zu kaufen. Beispielsweise bei pihut.com oder buyzero.de

Die offizielle Ankündigung finden Sie auf der Raspberry-Pi-Webseite

Geänderte SSH-Server-Konfiguration von Raspbian

Wenn Sie in der Vergangenheit Raspbian installierten, egal, ob mit NOOBS oder durch die direkte Übertragung des Raspbian-Images auf eine SD-Karte, war der SSH-Server standardmäßig aktiv. Jeder, der eine Netzwerkverbindung zum Raspberry Pi herstellen konnte, konnte sich als pi mit dem bekannten Passwort raspberry einloggen und hatte dann per sudo uneingeschränkte Rechte. Es wird natürlich überall empfohlen (auch in allen Auflagen unseres Raspberry-Pi-Buchs), das Default-Passwort von pi sofort zu ändern, aber wen kümmern schon solche Empfehlungen :-(

Immer mehr Pis sind so in Netzwerke integriert, dass sie auch aus dem Internet erreichbar sind. Unter dem Eindruck der Sicherheitskatastrophen der letzten Monate (z.B. Verwundbare Router oder Botnets aus gehackten Webcams) haben sich die Raspbian-Entwickler endlich zu ein klein wenig mehr Sicherheit per Default entschlossen: Bei aktuellen Raspbian-Images ist der SSH-Dienst zwar installiert, aber standardmäßig nicht aktiv. Wie Sie SSH weiterhin verwenden können, erklärt dieser Beitrag.

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Raspberry Pi und der Amazon Dash Button

Auch ich kam am Amazon Dash Button nicht vorbei. Heute hab ich den kleinen Knopf in der Post gehabt und habe direkt meine Schnapsidee umgesetzt: Wieso den Knopf nicht kurzerhand umfunktionieren und als schnurlosen Taster für den Raspberry Pi nutzen?

Gesagt, getan! Erstaunlicherweise funktionierte mein Plan auf Anhieb.

Raspberry Pi und der Dash Button: Ein gutes Team
Raspberry Pi und der Dash Button: Ein gutes Team

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Raspbians neuer PIXEL-Desktop

Seit Ende September gibt es ein neues Raspbian-Image. Die wichtigste Neuerung ist die Umgestaltung des Desktops, der jetzt PIXEL heisst. Fundamental neue Funktionen bietet er kaum, aber zumindest sehen die Fensterrahmen hübscher aus als bisher. Auch die Icons sind neu und farbenfroh gestaltet; wie weit das eine Verbesserung ist, darüber kann man geteilter Meinung sein.

Der neue PIXEL-Desktop mit einer eindrucksvollen Bergaufnahme als Hintergrund.
Der neue PIXEL-Desktop mit einer eindrucksvollen Bergaufnahme als Hintergrund.

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