Raspberry Pi Imager

NOOBS ade! Seit einigen Monaten bietet die Raspberry Pi Foundation den neuen Raspberry Pi Imager zum Download an. Damit können Sie Raspberry Pi OS auf eine SD-Karte installieren — und das so komfortabel wie nie zu vor. Die Programm, das für Windows, macOS und Linux heruntergeladen werden kann, lädt das erforderliche Image herunter und überträgt es auf die SD-Karte. Das funktioniert für beliebig große SD-Karten und erfordert kein vorheriges Formatieren. Seit Version 1.6 gibt es zudem einen verstecken Dialog, in dem die WLAN- und SSH-Konfiguration vorweg erledigt werden kann.

Der Raspberry Pi Imager

Die Bedienung des Programms ist denkbar einfach: Im ersten Schritt wählen Sie aus, welche Distribution Sie auf die SD-Karte übertragen möchten. Zur Auswahl stehen Raspberry Pi OS (Standard/Full/Lite), Ubuntu, LibreELEC sowie diverse andere Distributionen. Im zweiten Schritt legen Sie fest, auf welchen Datenträger die Distribution gespeichert werden soll. Passen Sie auf, dass Sie hier wirklich Ihre SD-Karte auswählen und nicht einen anderen externen Datenträger (z.B. Ihre
Backup-Festplatte)! Schreiben startet den Download und parallel dazu den Schreibprozess.

Der Raspberry Pi Imager speichert die heruntergeladenen Images lokal, so dass das Image später schnell ein zweites Mal auf eine SD-Karte übertragen werden kann.

C:\users\your-username\AppData\Local     (Windows)
Library/Caches or sometime in AppData    (macOS)
.cache/Raspberry Pi/Imager/              (Linux)

Zusatzfunktionen

Am Ende der Image-Liste befinden sich einige Einträge für Spezialfunktionen. Damit können Sie

  • die im EEPROM gespeicherte Bootreihenfolge festlegen (SD-Karte, USB-Datenträger oder PXE)
  • die SD-Karte formatieren
  • eigene Images auf die SD-Karte übertragen
Spezialfunktionen: EEPROM-Reset, SD-Karte formatieren, eigene Images übertragen

WLAN- und SSH-Konfiguration

Normalerweise sieht die Inbetriebnahme des Raspberry Pi so aus:

  • Zuerst übertragen Sie Raspberry Pi OS auf eine SD-Karte.
  • Dann stecken Sie die SD-Karte in den Raspberry Pi und starten den Mini-Rechner.
  • Mit Maus, Monitor und Tastatur führen Sie nun die Basiskonfiguration durch.

Fortgeschrittene Linux-Anwender möchten sich den dritten Schritt mitunter gerne sparen. Das ist dann praktisch, wenn die Steuerung des Raspberry Pi ohnedies nur über SSH erfolgen soll. Die Vorweg-Konfiguration ist speziell bei den Zero-Modellen eine tolle Sache, weil es ohne einen USB-Hub gar nicht möglich ist, sowohl eine Tastatur als auch eine Maus anzuschließen.

Der Raspberry Pi Imager hilft auch dabei. Bevor Sie das Image übertragen, öffnen Sie mit Strg+Shift+X einen verborgenen Dialog. Damit können Sie

  • den Hostname des Raspberry Pi
  • das Passwort oder eine Schlüsseldatei zum Login beim SSH-Server (der dann
    natürlich auch gleich aktiviert wird)
  • den WLAN-Namen, das Passwort und Ihr Land (letzteres ist wichtig, damit der
    WLAN-Adapter die lokalen Funkbestimmungen einhält)
  • die Zeitzone
  • das Tastaturlayout

vorweg einstellen. Enorm praktisch!

Strg+Shift+X führt zu einer Menge versteckter Optionen

No more NOOBS

In der Vergangenheit konnten Sie von der Raspbery-Pi-Website NOOBS (New Out Of Box Software) herunterladen und auf eine zuvor mit einem VFAT-Dateisystem vorbereitete SD-Karte kopieren. Dieses Verfahren wird nicht mehr unterstützt, unter anderem, weil es häufig Probleme mit SD-Karten bereitete, die größer als 32 GByte sind. Solche SD-Karten verwenden standardmäßig das ExFAT-Dateisystem, das der Raspberry Pi nicht lesen kann.

Links

https://www.raspberrypi.org/software

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