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Die serielle Schnittstelle auf dem Raspberry Pi 3

Die Integration eines Bluetooth-Adapters auf dem Raspberry Pi 3 ist für die meisten Anwender eine feine Sache — aber es gibt eine Ausnahme: Die serielle Schnittstelle funktioniert nicht mehr wie gewohnt. Die neue Bluetooth-Modem liegt nun auf der Hardware-UART-Schnittstelle.

Der Mini-UART (Universal Asynchronous Receiver Transmitter) ist an den GPIO-Pins TxD und RxD verfügbar (das sind Pin 8 und 10 des GPIO-Headers J8). Dies ist eine kleine Variante des ursprünglichen UART, welche neben einer geringen Durchsatzfähigkeit auch nicht mehr so stabil ist wie zuvor.

Die Baud-Rate des Mini-UART wird ab sofort vom System-Takt abgeleitet. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Baud-Rate nicht mehr stabil bleibt, sondern je nach CPU-Auslastung stark schwankt. Leider wird der UART dadurch, ohne weitere Schritte, nahezu unbrauchbar.

Die einzig sinnvolle Lösung des Problems besteht darin, die Bluetooth-Schnittstelle zu deaktivieren. Dazu öffnen Sie die Datei mit einem Editor und fügen am Ende der Datei die Zeile dtoverlay=pi3-miniuart-bt hinzu. Nach dem Speichern und einem Neustart, funktioniert UART wieder wie in den Vorgängerversionen. Wenn Sie außerdem Bluetooth benötigen, müssen Sie wie bei den älteren Raspberry-Pi-Modellen auf einen USB-Bluetooth-Stöpsel zurückgreifen.

Quellen